Vortrag über den Schriftsteller Walter von Bebenburg


Beginn:
Ort: Blauer Saal, Schloss Hungen

Aus dem Programm „Literaturtag in Hessen 2015“.
„Leben und Werk des hessischen Schriftstellers und ehemaligen Bewohners
des Schlosses Hungen, Walter E. Richartz“.
Referent: Pitt v. Bebenburg, Frankfurt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der
Gesamtschule Hungen.

Chanson-Konzert mit Nora Schmidt


Beginn:
Ort: Blauer Saal oder Schlosshof, Schloss Hungen

Nora Schmidt
Nora Schmidt
Seit mehr als 45 Jahren ist die Bühne ihr zweites Zuhause – und seitdem steht sie im Mittelpunkt: Wenn Nora Schmidt die Stimme anhebt, dann machen die Ohren der Zuhörer Augen. Das geht durch Mark und Bein – und in Herz und Hirn!
In den letzten Jahren trifft man sie öfters mit Band, unterwegs zwischen verschiedenen Genres, verschiedenen Themen und verschiedenen Bühnen; sie kennt keine Berührungsängste und beherrscht musikalische Gradwanderungen!
Diesmal tritt sie in Begleitung des Pianisten Tobias Lauber und ihrem ganz persönlichen, abwechslungsreichen Programm „Lieder, Songs, Chansons…“; also Liedern deutschsprachiger LiedermacherInnen, englischsprachige Popballaden bzw. Musical-Songs und französischen Chansons, im Rahmen der Europawoche im Hungener Schloss auf.


Ausstellung: Feinsinnig-satirische Bilder zu den europäischen Nationalhymnen von Dorle Obländer


Beginn:
Ende:
Ort: Pferdestall Schloss Hungen

Ausstellung zur Europawoche: Feinsinnig-satirische Bilder zu den europäischen
Nationalhymnen von Dorle Obländer. Ausstellungsdauer: bis 31. Mai

Vernissage, 16.05.2015, 17:00 Uhr

Öffnungszeiten:
Sonntag, den 17. Mai: von 15:00 bis 18:00Uhr

danach
tägl. bis einschließlich Freitag, den 22. Mai
16:00 – 18:00 Uhr. 
Samstag und Sonntag, den 23./24. Mai und 30./31. Mai: von 15:00 bis 18:00 Uhr.

Kammerkonzert mit Tatjana Kozlova (Piano) und Yuri Bondarev (Viola)


Beginn:
Ort: Blauer Saal, Schloss Hungen

Kozlova RENDEZVOUS ROMANTIQUE
Ein Kammermusikabend mit dem Programm besonderer Art, das sich der weiten und zuweilen sehr widersprüchlichen Musik des 19.-und 20. Jahrhunderts widmet. Die Komponisten Glinka, Brahms, Schumann und Piazzolla stehen für gänzlich unterschiedliche musikalische Anschauungen, aber ihre Werke gehören zweifellos zu den "romantischsten“ Meisterstücken aller Zeiten, sodass ein musikalisches Ereignis voller Poesie , Virtuosität und enthüllter Schönheit entsteht:

Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857)
Sonate für Viola und Klavier in d-Moll (unvollständig) (1835)
Allegro moderato
Larghetto ma non troppo

Johannes Brahms (1833-1897)
Sonate op.120 n.1 f-moll (1894)
Allegro apassionato
Andante un poco Adagio
Allegretto grazioso
Vivace

P a u s e

Robert Schumann (1810-1856)
Märchenbilder für Bratsche und Klavier Op.113 (1851)
Nicht schnell
Lebhaft
Rasch
Langsam, mit melancholischem Ausdruck

Astor Piazzolla (1921-1992)
El Gran Tango (1982)

Yuri Bondarev wurde in Leningrad (St. Petersburg) geboren. Nach dem Violinstudium an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin bei Prof. S. Picard und Prof. M. Mücke wechselte er zur Viola und wurde in die Klasse Prof. Tatjana Masurenko an der Leipziger Musikhochschule aufgenommen, wo er auch sein Konzertexamen machte. Regelmäßige Solo- und Kammermusikauftritte führen ihn nach Österreich, Italien, Frankreich, Griechenland, Schweden, Dänemark, Holland, Japan und in die andere Länder. Als Solist und Kammermusiker in verschiedenen Ensembles spielte er u.a. im Wiener Musikverein, Leipziger Gewandhaus und Mailander Konservatorium, Alte Oper Frankfurt und in der Düsseldorfer Tonhalle. Die erste wichtige Orchestererfahrungen sammelte er beim Leipziger Gewandhausorchester und bei den Wiener Philharmonikern, mit der Dirigenten wie Riccardo Chailly, Kurt Masur, Daniel Harding, Dmitrij Kitaenko, Christopher Hogwood, Herbert Blomstedt und viele anderen. Seit 2009 ist er stellv. Solobratscher bei der Düsseldorfer Symphoniker und ab dem Wintersemester 2012/2013 Dozent für Viola und Violine an der A. Rubinstein Akademie in Düsseldorf.

Tatiana Kozlova ist internationale Preisträgerin des Londoner Klavierwettbewerbs, des Maria-Judina-Klavierwettbewerbs in St. Petersburg und Wettbewerbs "Muse von St. Petersburg" ausgeschrieben vom Oberbürgermeister der Stadt St. Petersburg, mehrfache Stipendiatin verschiedener Stiftungen.
Sie hat zwei Konzertexamina mit Auszeichnung abgeschlossen, sowohl am Staatlichen N. Rimsky-Korsakov Konservatorium in St. Petersburg bei Prof. G. Fedorova als auch an der Musikhochschule Köln bei Prof. V. Lobanov.
Neben ihrer musikalischen Zusammenarbeit mit dem Orchester der Nationen unter der Leitung von Justus Franz konzertierte sie auch als Solistin mit dem Staatlichen Sinfonieorchester St. Petersburg unter der Leitung von Vassily Petrenko.
Sie hat zahlreiche Recitals in Russland, Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien, Österreich, Bulgarien und in der Schweiz gespielt, trat als Solo- und Kammermusikerin in bedeutenden Konzertsälen auf, u. a. in Le Ciminiere in Catania, in der staatlichen Philharmonie und Kapelle von St. Petersburg, in der Tonhalle Düsseldorf, im Gürzenich, im Funkhaus des WDR in Köln und nahm an internationalen und nationalen Festivals teil ( „14. und 15. Kampener Literatur-Musiksommer“, “Dmitri-Schostakowitsch–Festival“, “Festival der Nationen“, “10.Lerbache Musiktage“, “Musicastello“, “Catania musica estate“ ).
Es gibt diverse Rundfunksendungen und Schallplattenproduktionen von ihr im In- und Ausland.

Vortrag über das Kunstthema: „Die lebenden Toten oder der Totentanz. Ein Motiv zwischen Mittelalter und heavy metal Musik“


Beginn:
Ort: Blauer Saal, Schloss Hungen

Totentanz
„ Sagt ja, sagt nein, getanzt muß sein“ (Titel des Füssener Totentanzes)

„Die lebenden Toten oder der Totentanz“
Vortrag der Kunstpädagogin Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev am 14. Februar 2015 um 18 Uhr im Schloss Hungen

Der Freundeskreis Schloss Hungen e.V. lädt ein zu einem Vortrag der Augsburger Kunstpädagogin Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev über "Die lebenden Toten oder der Totentanz - Ein Motiv zwischen Mittelalter und heavy metal-Musik“.

Innerhalb der bildenden Kunst ist der Totentanz / „Danse macabre“ ein eindrückliches, zählebiges und sehr wandelbares Motiv. Im 19. und 20. Jahrhundert kamen zur bildlichen Darstellung mit ihren begleitenden Texten auch Kompositionen, filmische und tänzerische Verarbeitungen dazu. Allen Totentänzen gemeinsam ist - und dies gilt für die ersten Beispiele ab 1350 bis heute - die Verarbeitung einer existentiellen menschlichen Erfahrung. Sie umfasst die Konfrontation mit der Ungewissheit der Todesstunde, den Gedanken der ausgleichenden Gerechtigkeit im Angesicht der Unentrinnbarkeit des Todes, die Rätselhaftigkeit und Abgründigkeit der Todeserfahrungen genauso wie die Faszination des Gruselns. Darüber hinaus war der Totentanz ein großartiges Instrument, um über die jeweils eigene Lebenswelt zu berichten, auch Kritik an ihr zu üben oder besonders belastende Verlusterfahrungen in Wort, Bild oder Klang zu fassen.

Das Motiv des Totentanzes und seine Botschaft ist nahezu unerschöpflich und reicht von großformatigen Bildzyklen an Kirchen und Friedhofsmauern über große Grafikzyklen bis hin zur politischen Karikatur, Installation und den Videoclips unterschiedlichster Popgruppen. Der Vortrag von Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev geht vor allem auf die bildlichen Präsentationsformen ein, die sich im Lauf der Jahrhunderte entwickelt haben.

Die Kunstpädagogin Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema „Totentanz“, zumal in ihrer näheren Umgebung in Süddeutschland sehr unterschiedliche Beispiele dafür zu finden sind. Sowohl mit Studierenden als auch im Rahmen der Erwachsenenbildung hat sie Exkursionen zu den unterschiedlichsten Orten, an denen Totentänze zu finden sind, durchgeführt. Das Motiv ist ja auch eine bedeutsame Quelle für die Kulturgeschichte und kann von den unterschiedlichsten Standpunkten aus erforscht werden. Außerdem gibt es seit einigen Jahren eine umfangreiche Dokumentation der Totentänze in Europa und eine wissenschaftliche Gesellschaft, die Europäische Totentanzgesellschaft, die sich der Erforschung aller Darstellungsformen, vom Erbauungsbuch über den Horrorfilm, die sinfonische Dichtung oder auch eine Sammlung rührseliger Erotik-Postkarten widmet.

Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev, Jahrgang 1946, war viele Jahre als Dozentin am Lehrstuhl für Kunstpädagogik in Augsburg mit Lehrauftrag im Fach Volkskunde tätig. Sie arbeitete zunächst als Lehrerin an einer Regelschule mit erweitertem Musikunterricht in München und an einer Sonderschule in Friedberg (Bayern) und studierte anschließend Kunstgeschichte, Volkskunde, Musikwissenschaft und Pädagogik in München; dort wurde sie auch promoviert. Im Rahmen der Erwachsenenbildung hielt sie zahlreiche Vorträge.